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Fachhochschulreife

Die Fachoberschule (FOS)

Fachoberschulen gibt es in fast allen Bundesländern. Die Fachoberschulen sind auf bestimmte Berufsfelder ausgerichtet und bereiten auf diese Berufe vor. Deshalb zählt man sie zu den berufsbildenden Schulen. Fachoberschulen gibt es mit vielen verschiedenen Ausrichtungen und je nach Begabung und Interesse kann eine bestimmt Fachoberschule gewählt werden.

Bekannt Fachrichtungen an der FOS sind dabei: Technik, Wirtschaft, Verwaltung und Rechtspflege, Sozialwesen, Gestaltung, aber es gibt noch viele mehr.

Um die Fachoberschule zu besuchen braucht man die mittlere Reife oder einen vergleichbaren Abschluss.

Inzwischen haben fast alle Fachoberschulen ein Auswahlverfahren, man muss sich also bewerben. Oft wird dabei mindestens ein Notendurchschnitt von 3,5 in Mathematik, Deutsch und Englisch beim mittleren Schulabschluss gefordert. Wer die FOS besucht kann BAföG erhalten, wenn bestimmte Voraussetzungen vorliegen.

Was ist die Fachhochschulreife (Fachabitur)?

An der Fachoberschule kann man nach der 12. Klasse die Fachhochschulreife erwerben. Mit der Fachhochschulreife kann man an allen Fachhochschulen studieren (in manchen Bundesländern stehen einem auch Bachelor-Studiengänge an normalen Unis offen). In vielen Fachhochschulen besteht auch die Möglichkeit, die Klasse 13 zu besuchen und hier die Fachgebundene oder Allgemeine Hochschulreife zu machen. Mit der Fachgebundenen Hochschulreife kannst du an allen Fachhochschulen und bestimmte Fächer an der Universität studieren.

Mit der allgemeinen Hochschulreife (Abitur) stehen dir alle Studiengänge und Bildungswege offen. Um das allgemeine Abitur zu erlangen musst du allerdings den Leistungsnachweis in einer zweiten Fremdsprache erbringen.

Viele Bundesländer bieten auch die einjährige FOS12 an. Sie ist für Personen mit mittlerem Schulabschluss und Berufsausbildung ideal, weil hier der praktische Teil entfällt. In einem Jahr kann man hier nach bestandener Abschlussprüfung die Fachhochschulreife erwerben.

Wer die Fachoberschule besucht kann BAföG beantragen!

Abschlussprüfung Fachhochschulreife

An der Fachoberschule kann man nach der 12. Klasse und nach bestandener Fachabiturprüfung die Fachhochschulreife erwerben. Den schulischen Teil erwirbt man in der Regel durch den erfolgreichen Abschluss der 12. Klasse. Hinzu kommt ein praktischer Teil der aus einem Berufspraktikum besteht. Nach der 13. Klasse kann man nach bestandener Abiturprüfung die Fachgebundene oder allgemeine Hochschulreife erwerben.

Mit der Fachhochschulreife bist du zu einem Studium an allen Fachhochschulen (FH) berechtigt, mit der Fachgebundenen Hochschulreife darfst du an allen Fachhochschulen und bestimmte Fächer an der Universität studieren und mit der allgemeinen Hochschulreife stehen dir alle Studiengänge offen.


Fachhochschulreife nachholen

Die Fachhochschulreife oder das Fachabitur kann man nicht nur an der Fachoberschule machen. Neben den Fachoberschulen gibt es folgende Möglichkeiten:


Fachhochschulreife an beruflichen Gymnasien
Wer ein berufliches Gymnasium besucht und nach der 12. Klasse abgeht kann unter bestimmten Bedingungen die Fachhochschulreife anerkannt bekommen.

Fachabitur an der Berufsoberschule (BOS)
Wenn du eine Berufsausbildung gemacht und mit oder ohne Quabi abgeschlossen hast, kannst du die BOS besuchen. Dazu musst du aber eine Aufnahmeprüfung bestehen. Bestehst du diese besuchst du in der Regel eine Vorklasse.

Nach der 12. Klasse in der BS findet die Fachhochschulreifeprüfung statt. Die Ergebnisse der Prüfung werden mit deinen Noten in der 12 Klasse verrechnet. So erhältst du dann die Note deiner Fachhochschulzugangsberechtigung. Unter bestimmten Bedingungen kannst du BAföG erhalten.


Fachabitur an Fachschulen, Fachakademien, Berufsfachschulen
Zwischen diesen Schultypen gibt es einige Unterschiede: Berufsfachschulen vermittelt gezielt berufliche Qualifikationen während Fachschulen eine berufliche Erstausbildung und Berufserfahrung voraussetzen. Allerdings kann man an allen diesen Schulen die Fachhochschulreife und teilweise auch die Fachgebundene Hochschulreife erwerben.

Fachabitur an Berufsschulen
In manchen Bundesländern, z.B. Hessen gibt es Zusatzkurse für Berufsschüler. Sie erhalten das Angebot neben der Berufsausbildung besondere Klassen zu besuchen und mit dem beruflichen Abschluss auch die Fachhochschulreife zu erwerben. Bitte im Schulamt nachfragen.

Fachhochschulzugang über eine duale Ausbildung
Man kann sich seit 2009 in allen Bundesländern auch über eine Duale Ausbildung und nachgewiesene Berufserfahrung für ein Fachhochschulstudium qualifizieren. Die Regelungen sind hier unterschiedlich. Möglich ist auch die Qualifikation über einen beruflichen Aufstieg beispielsweise über die Meister- oder Technikerprüfung.

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Fachabitur in Volkshochschulkursen
Es gibt viele Volkshochschulkurse, die auf die staatliche Externenprüfung für die Fachhochschulreife vorbereiten. Voraussetzung ist hier der mittlere Schulabschluss, eine Berufsausbildung oder eine 3jährige Berufstätigkeit in einem einschlägigen Ausbildungsberuf (auch andere Qualifikationen sind möglich z.B. führen eines Haushaltes). Die Kurse dauern ca. 2 Jahr und man muss mit 3000 Euro kosten rechnen.

Fachabitur an Abendgymnasien
Das Abendgymnasium eigenen sich besondere für Berufstätige. Am Abendgymnasium kann man nach 2-3 Jahren die Fachhochschulreife erwerben. Um in einem Abendgymnasium aufgenommen zu werden muss man mindestens 19 Jahre alt sein und eine Berufsausbildung abgeschlossen haben bzw. mindestens 2 Jahre Berufstätig gewesen sein. Wenn man einen Familienhaushalt geführt hat zählt dies auch, ebenfalls Zeiten des Wehr- und Zivildienstes oder FSJ/FÖJ. Man muss außerdem Berufstätig sein oder einen Haushalt führen (außer in den letzten 1,5 Jahren der Schule). Teilweise verlangen Abendgymnasien zusätzlich das Bestehen einer Aufnahmeprüfung.

Ohne mittleren Schulabschluss beginnt man das Abendgymnasium mit einem Vorkurs, mit mittlerem Schulabschluss tritt man gleich ins das erste Semester ein. Es folgt eine 1jährige Einführungsphase gefolgt von einer 2jährigen Qualifikationsphase Nach ca. 6 Semestern, also nach 3 Jahren macht man dann die Abiturprüfung. Tritt man bereits nach dem 1 Jahr der Qualifikationsphase aus, kann man auf Antrag und bei entsprechenden Leistungen die Fachhochschulreife zuerkannt bekommen, allerdings nur den schulischen Teil. Den fachpraktischen Teil muss man dann noch gesondert nachweisen (z.B. Berufsausbildung, Berufstätigkeit, Praktika)

Wenn du ein staatliches Abendgymnasium besuchst musst du kein Schulgeld zahlen, in den letzten drei Semestern kann man BAföG bekommen!


Fachabitur über die Externenprüfung
Die Teilnahme an einer Externenprüfung über den schulischen Teil der Fachhochschulreife kann man auch nach eigener Vorbereitung beantragen.

Man muss hier bei der Anmeldung aber gewisse Nachweise bringen: Man muss den mittleren Schulabschluss haben und eine abgeschlossene Berufsausbildung (oder drei Jahre Berufserfahrung in einem Beruf). Zudem muss man nachweisen, dass man sich auf die Prüfung vorbereite hat. Die Regeln sind aber in jedem Bundesland verschieden.

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Nach der Fachhochschulreife

Wenn du die Fachhochschulreife erreicht hast stehen dir viele Möglichkeiten offen. Du kannst eine Duale Ausbildung machen und hast in allen Berufen gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Auch alle Schulische Berufsausbildung stehen dir offen. Du kannst auch eine Ausbildung im öffentlichen Dienst aufnemen. Mit der Fachhochschulreife kann du auch ein duales Studium oder einen Studiengang an der Fachhochschule anstreben. Mit der Fachgebundenen Hochschulreife stehen dir auch bestimmte Studiengänge an der Universität offen.
Weitere Informationen findest du auch unter Ausbildungswege mit Fachhochschulreife.

Eine weitere Möglichkeit für dich: Das Grundstudium an der Fachhochschule machen und dann an die Universität wechseln.

Welcher Ausbildungsweg neben deinen Interessen der richtige ist kannst du in unserem kostenlosen Test: Azubi oder Student? herausfinden.


Zum Abitur mit Fachhochschulreife

Die meisten Einrichtungen an denen du das Fachabitur erwerben kannst bieten dir auch an, das Abitur zu machen, z.B. durch ein 13. Jahr an der FOS oder der BOS oder durch den Abschluss des Abendgymnasiums. Es gibt aber auch die Möglichkeit, nach dem Grundstudium an einer Fachhochschule an die Universität zu wechseln. Mit dem Grundstudium an der FH hat man dann automatisch die Fachgebundene Hochschulreife erworben.